Wonnemonat Mai

Liebe Freundinnen und Freunde des Gartenmagazins,

ist es nicht im­mer wie­der fas­zi­nierend, mit wel­cher Vita­li­tät es der Na­tur ge­lingt, in we­ni­gen Wochen ge­rade­zu zu ex­plo­dieren? Mag sein, das ist dieses Jahr be­son­ders spür­bar, denn vieler­orts mussten wir lange auf den so wich­ti­gen Früh­jahrs­re­gen war­ten – und jetzt, nach­dem er an­gekom­men ist, scheint es, als wür­de – wie auf ein ge­heimes Zei­chen – alles im Zeit­raf­fer wachsen.

Die tro­pische Basella wird gern mit­tun in die­sem Rei­gen, wenn sie nach den Eis­heiligen end­lich ins Freie darf. Der auch Malabar-Spinat ge­nannte, at­trak­ti­ve, üp­pige und so­gar ess­bare Schlinger kann hier­zu­lan­de problem­los ein­jährig kulti­viert wer­den, denn er entwickelt sich in guter Er­de ra­sant schnell. Rolf und Anne Bucher sind weit­ge­reiste Gärt­ner und ken­nen ihn seit langem aus tro­pi­schen Län­dern.

Auch Christian Seiffert hat in die­sem Früh­jahr schon so man­che Garten­ge­dan­ken ver­schrift­licht – zum ei­nen er­fahren wir Er­hel­len­des über die dank­ba­ren, un­ver­zicht­baren Lerchen­sporne, zum an­de­ren blickt er zu­rück auf 40 Jahre in sei­nem Eresinger Garten.

Editha Weber hat sich dies­mal ei­ne Garten­lady vor­ge­nom­men, die im letzten Jahr­hun­dert lebte. Margery Fish gärt­ner­te ge­mein­sam mit ihrem Mann Walter – was an­gesichts ihrer höchst konträren Vor­stellungen nicht ganz reibungs­frei ge­we­sen sein dürf­te – nach­zu­le­sen in ei­nem Buch, das sie über die­ses letzt­lich ge­lungene Ex­peri­ment schrieb.

Gift­pflan­zen­ex­per­tin Klaudia Blasl ver­blüfft uns immer wie­der mit ihrem Wis­sen. Denn wer hätte ge­wusst, dass auch die Helleborus-Familie, all­seits be­liebte Win­ter- und Früh­jahrs­schön­heiten, auf­grund ihrer Giftig­keit höchst un­an­ge­nehme Din­ge an­zu­richten ver­mag?

Und Ute Studer spricht uns wohl allen aus dem Her­zen, in­dem sie die Frage stellt, warum makel­lo­se Gär­ten an­scheinend im­mer die an­de­ren ha­ben, während sich bei ihr sämt­li­che er­denk­li­chen Un­bilden ein Stell­dichein geben.

Herzliche Wonnemonat-Mai-Grüße
schicken

Ihre Gartenmagazin-Redakteurin Angelika Traub
und Stiftungsvorstand Dieter Gaißmayer

Themen dieses Gartenmagazins

Ein Platz für Basella 

Lerchensporne und Verwandtschaft 

Margery Fish 

Eis- und Frühjahrsköniginnen 

Rückblick und Vorschau 

Gartenzufriedenheit 

Ein Platz für Basella

Alternativtext

Wer Anne und Rolf Buchers Be­richt liest, hält sicher so­gleich Aus­schau nach ei­nem Platz am Zaun oder auf dem Bal­kon für die attrak­ti­ve, ess­bare und sogar sehr ge­sun­de tro­pische Kletter­pflan­ze Basella (auch als Malabar-Spinat bekannt). Da die wohl­schmecken­de Schön­heit sehr schnell wächst, lohnt sich die ein­jährige Kul­tur auf je­den Fall!

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Lerchensporne und Verwandtschaft

Alternativtext

Christian Seiffert ist nicht nur ein kun­di­ger und über­aus kom­pe­ten­ter Fach­mann – er ist auch ein aus­ge­spro­che­ner »Nasen­mensch«. Die Düfte von Pflan­zen be­schäf­ti­gen ihn schon seit Jahr­zehn­ten. So geht es heute nicht nur um die Schön­heit der Ler­chen­spor­ne, son­dern auch um ihre und die Düfte an­de­rer Pflan­zen.

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Margery Fish

Alternativtext

Erst wollte Margery Fishs (1892-1969) Ma­nus­kript über das durch­aus nicht kon­flikt­freie ge­mein­same Gärt­nern mit ihrem Mann nie­mand ha­ben, »Gardening with Walter«, ent­hielt dem Ver­lag »zu wenig Gar­ten und zu viel Walter«. Ge­klappt hat es dann doch noch, weiß Editha Weber zu be­rich­ten – unter dem Titel »We made a Garden« wur­de es, auch durch die Unter­stützung der be­rühmten Vita Sackville-West, so­gar zum Best­seller.

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Eis- und Frühjahrsköniginnen

Alternativtext

Wen be­tören sie nicht, die Christ-, Schnee- und Lenz­rosen? Aber die Eis- und Früh­jahrs­kö­ni­gin­nen ha­ben noch ganz an­de­re Ta­len­te, wie Gift­pflan­zen­exper­tin Klaudia Blasl weiß. Ihr Zau­ber hat auch eine Schat­ten­sei­te, denn ihre Giftig­keit hat im­mer wieder Un­heil­vol­les an­ge­rich­tet und sie gar zum Werk­zeug manch mör­deri­scher Grusel­tat ge­macht!

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Rückblick und Vorschau

Alternativtext

Christian Seiffert macht ei­nen Sonn­tags­spa­zier­gang durch sei­nen Eresinger Früh­lings­gar­ten und freut sich über so manche lang­jähri­ge Gar­ten­schön­heit, da­run­ter Tul­pen, die seit 40 Jahren (!) Jahr für Jahr ihr feu­ri­ges Rot leuch­ten las­sen. Aber nicht im­mer ver­hal­ten sich ein­mal mit Be­geisterung an­ge­sie­del­te Pflan­zen so ge­sittet, da hilft dann wohl nur noch be­herztes Ein­grei­fen, wie der Gärt­ner selbst­kritisch fest­stellt…

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Gartenzufriedenheit

Alternativtext

Wie Ute Studer ha­ben wir uns das wohl alle schon ein­mal ge­fragt: Warum ist mein ei­ge­ner Gar­ten ei­gent­lich nie so makel­los schön, frei von Krank­hei­ten, Giersch und hin­ter­häl­ti­gen Acker­win­den wie die in Zeit­schrif­ten ab­ge­bil­de­ten? Damit kann man sei­nen Frie­den machen, fin­det Ute Studer!

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